rheinstetten-online.de

das Internetportal für Rheinstetten von Südhardt-Medien

Start Magazin Gesundheit Serie: Homöopathie in Notfällen

Serie: Homöopathie in Notfällen

E-Mail Drucken

Teil 2: Verletzungen

Liebe Leser,

heute wollen wir Ihnen die Behandlung Verletzungen mit Hilfe von homöopathischen Mittel aufzeigen. Natürlich werden Verletzungen konventionell behandelt, d. h., es werden Verbände, Schienen, Pflaster usw. angelegt. Um jedoch eine Blutung schnell zu stoppen, die Heilung der Verletzung zu beschleunigen und in vielen Fällen auch Schmerzen zu lindern, kann ein passendes Mittel gegeben werden, das sie vielleicht sogar zu Hause haben, aber von dessen Einsatzgebiet Sie bislang noch nichts wussten.

Das große und bekannteste Mittel für Verletzungen aller Art ist Arnica. Es kann bei jeder Art von Verletzung angezeigt sein und stoppt erst einmal zuverlässig die Blutung. Jedoch muss je nach Art und Muster der Verletzung ein anderes Mittel statt, mit oder nach Arnica zusammen eingesetzt werden, um den gewünschten Erfolg zu haben.

Hier eine Auswahl:

Stichwunden: hier ist das wichtigste Mittel Ledum. Liegt die Stichwunde allerdings in sehr nervenreichem Gewebe, dann muss Hypericum gegeben werden.

Bisswunden: Erfolgte der Biss (z. B. ein Hundebiss) in die Weichteile, ist Arnica das Mittel der Wahl. Bei Bisswunden in die Hände oder Füße muss wieder Ledum gegeben werden.

Bei Gesichtsverletzungen muss unterschieden werden, wo genau die Verletzung lokalisiert ist. Danach richtet sich nämlich die Mittelwahl.

Das Basismittel ist hier wieder Arnica, da aber bei Gesichtsverletzungen meist der Knochen mit betroffen ist, brauchen wir hier Symphytum. Beim sog. „blauen  Auge“ ist Ledum Mittel der Wahl. Ist jedoch der Augapfel selbst durch einen Schlag, Schneeball o. ä. betroffen und schmerzt sehr, so muss wiederum Symphytum gegeben werden.

Bei Nasenbluten nach einem Schlag ist Arnica das alleinige Mittel.

Bei einem Knochenbruch wird außer Arnica zusätzlich Symphytum benötigt. In einer hohen Potenz (C200) nimmt es die Schmerzen, die direkt nach dem Bruch auftreten. Sollte allerdings ein Knochen nicht richtig heilen, das heißt, die Kallusbildung nicht richtig einsetzen, dann benötigt man Symphytum in einer tiefen Potenz; die D3 wird 3 Mal tägl. über Wochen zu je 5 Tropfen auf ein halbes Glas Wasser eingenommen. Dies regt die Knochenheilung auch in verzweifelten Fällen an.

Bei Schädelhirnverletzungen, wie z. B. Gehirnerschütterung oder schlimmerem, sollte immer Arnica gegeben werden, auch, um etwaigen Spätfolgen entgegen zu wirken.

Sollte eine Wirbelsäulenverletzung vorliegen sollte Hypericum gegeben werden. V. a. die extrem schmerzhaften Steißbeinverletzungen sprechen sehr gut auf dieses Mittel an.

Noch ein wichtiger Tipp: Sollte ein Verletzter im geistigen Schock verhaftet sein, wie es bei Kindern oft vorkommt, dann immer erst ein paar Globuli Aconitum geben, bevor oben beschriebene Mittel zum Einsatz kommen.

Zusammenstellung der besprochenen Mittel:

  • Aconitum
  • Arnica
  • Hypericum
  • Ledum
  • Symphytum

Wenn Sie Fragen zu diesem Artikel haben, dann wenden Sie sich bitte an die Redaktion. Wir stellen gerne einen Kontakt zu dem Autor dieser Serie, Adrian Wenzel, her.

Weitere Artikel zu dieser Serie: