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Serie: Homöopathie in Notfällen

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Teil 4: Atemnot

Atemnotfälle sind ohne eine genaue Kenntnis mehrerer homöopathischer Mittel und deren genauer Differenzierung schwer zu behandeln. Die beiden wichtigsten Mittel bei Atemnot, welches zum Beinaheersticken führt, sind Carbo vegetabilis und Antimonium tartaricum.

Bei Carbo vegetabilis ist von vorneherein eine schlechte Sauerstoffsättigung des Blutes vorhanden – z. B. bei einem Patienten mit Lungenemphysem – die sich dann durch die Dekompensation massiv verschlechtert. Der Patient fühlt eine starke Enge vor allem um den Oberbauch, wo er auch aufgebläht aussieht. Kann er aufstoßen, so bessert sich seine Situation vorübergehend. Enge Kleidung kann er auch nicht ertragen und was er unbedingt braucht, ist frische Luft, die er sich zufächeln lässt. Er setzt sich also ans offene Fenster, obwohl er entsetzlich friert (trotz eines innerlichen Brennens).

Bei Antimonium tartaricum steht der Kollaps der Lungen kurz bevor. Der Kranke kämpft um Luft und schon von weitem hört man es brodeln. Das Wasser bzw. den Schleim in den Lungen versucht er hoch zu husten, was ihm aber – obwohl sich alles locker anhört – nicht gelingt. Ein Patient mit solchermaßen gearteten Lungenproblemen, der Antimonium tartaricum braucht, sitzt oder liegt mit nach hinten „geworfenem“ Kopf. Es muss nicht immer extrem sein, es reicht schon, wenn der Mensch den Kopf leicht überstrecken möchte.

Sollten Sie einen dieser Zustände erkennen, setzen Sie das entsprechende Mittel im 3-5 Minuten Abstand ein, bis der Rettungsdienst eintrifft. Je niedriger die Potenz, desto häufiger. Wir empfehlen in Notfällen die Potenz C200.

Zusammenstellung der besprochenen Mittel:

  • Antimonium tartaricum
  • Carbo vegetabilis

Wenn Sie Fragen zu diesem Artikel haben, dann wenden Sie sich bitte an die Redaktion. Wir stellen gerne einen Kontakt zu dem Autor dieser Serie, Adrian Wenzel, her.

Weitere Artikel zu dieser Serie:

Teil 1: Einführung
Teil 2: Verletzungen
Teil 3: Herzinfarkt und Schlaganfall