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Schutzimpfung gegen Influenza

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Stuttgart. Die baden-württembergische Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) ruft zur Grippeimpfung auf.

"Die Impfung ist der beste und wirksamste Schutz gegen die saisonale Influenza", betonte Katrin Altpeter am Freitag (28.10.2011). Gerade für besonders gefährdete Personengruppen, wie chronisch Kranke, ältere Menschen, Schwangere und Kinder, sei die Impfung besonders wichtig. "Um sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen, ist die Impfung das richtige Mittel", so Altpeter. Gerade in der nun beginnenden kalten Jahreszeit.

Nur etwa jeder Vierte lässt sich jedoch gegen die Grippe impfen. Die Influenza ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die mit schwerwiegenden Komplikationen verbunden sein kann. Im schlimmsten Fall kann eine Virusgrippe tödlich verlaufen. Nach Schätzungen des Robert Koch Instituts sterben in der Bundesrepublik jedes Jahr zwischen 15 000 und 20 000 Menschen an dieser Erkrankung. Deshalb ist die Grippeschutzimpfung in Baden-Württemberg ohne Einschränkung empfohlen. Da der Impfschutz erst nach zwei bis drei Wochen aufgebaut ist, sollte die Impfung jetzt erfolgen.

Die Ministerin betonte: "Die jetzt beginnende kalte Jahreszeit führt zu einem Anstieg der Erkrankungen. Daher sollten sich auch das medizinische Personal sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen der besonderen Verantwortung bewusst sein und zum Impfen gehen. Die Kosten für die Schutzimpfung werden von den Krankenkassen übernommen."

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird zwischen Erkältung (grippaler Infekt) und Grippe (Influenza) oft nicht unterschieden, weil die Symptome auf den ersten Blick ähnlich sind. Während der grippale Infekt meist harmlos verläuft, handelt es sich bei der Influenza (Virusgrippe) um eine ernst zu nehmende Krankheit, die mit schwer wiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung verbunden sein kann.

Der diesjährige saisonale Impfstoff enthält wie üblich Antigene gegen die drei Grippevirustypen, die aktuell weltweit am häufigsten vorkommen. Enthalten ist dabei auch das Virus A/H1N1, das im Jahr 2009 für die Influenzapandemie verantwortlich war. Wegen der hohen Variabilität der Influenzaviren ist eine jährliche Impfung erforderlich, um gegen die aktuell kursierenden Viren geschützt zu sein. Der Impfschutz wirkt bereits 10 bis 14 Tage nach der Impfung und hält rund sechs Monate an.

Zu den gefährdeten Personen zählen Menschen über 60 Jahre und Personen mit bestimmten Grundleiden, wie beispielsweise chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen der Atemwege wie Asthma oder Bronchitis, chronische Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, chronische Anämien, angeborene und erworbene Immundefekte, Unterdrückung des Abwehrsystems bei Organtransplantationen. Inzwischen ist in die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch Institut der Personenkreis der Schwangeren aufgenommen worden, für die ebenfalls ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe festgestellt wurde.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Hinweis: Zu diesem Thema gibt es einen alternativen Beitrag der SWR-Sendung "Odysso" vom 27.10.2011.