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Ausgaben für Krankengeld massiv gestiegen

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Psychische Erkrankungen sind Ursache

Berlin. Der Ausgabenzuwachs beim Krankengeld hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem erneuten Plus von 9,4 % nach den zweistelligen Zuwachsraten in den letzten Jahren auch in 2011 nur geringfügig abgeflacht. So stiegen die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen in diesem Bereich innerhalb eines Jahres von 5,85 Milliarden Euro auf 6,38 Milliarden Euro.

Das Krankengeld ist eine Leistung der Krankenversicherungen, die den Ausfall von Einkommen infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ausgleichen soll. Nicht zu verwechseln ist das Krankengeld mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Bei dieser kommt der jeweilige Arbeitgeber in den ersten sechs Wochen nach einer ärztlich bescheinigten Krankmeldung für die Existenzsicherung des Arbeitnehmers auf, indem das normale Gehalt weiter bezahlt wird.

Maßgebliche Ursachen für diesen Anstieg sieht das Bundesgesundheitsministerium insbesondere in der Zunahme der Krankengeldbezieher in höheren Altersgruppen vor der Verrentung sowie dem Anstieg von lang andauernden psychischen Erkrankungen. Diese nehmen seit vielen Jahren stetig zu und sind zwischenzeitlich ein Hauptfaktor für die Frühverrentung bzw. dauerhafte Berufsunfähigkeit.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit